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Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi ist die wahrscheinlich bekannteste Persönlichkeit in der burmesischen Demokratiebewegung. Ihr Name wird in Burma nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert, wenn kein Zuhörer in der Nähe ist. Sie wurde am 19. Juni 1945 in Rangoon als Tochter von General Aung San und Daw Khin Kyi geboren. Als ihr Vater 1947 ermordet wurde, war sie gerade mal zwei Jahre alt. Sie studierte in Oxford, wo sie den englischen Tibetologen Michael Aris kennen lernte. Später heirateten sie und bekamen zwei Kinder: Alexander und Kim. Als ihre Mutter Daw Khin Kyi schwer erkrankte, reiste Aung San Suu Kyi im März 1988 nach Rangoon, um sie an ihrem Sterbebett begleiten zu können. Zur selben Zeit wurde das Land durch Massendemonstrationen erschüttert, was auch Aung San Suu Kyi in dieser schweren Stunde nicht unberührt ließ. Als Tochter des burmesischen Nationalhelden Aung San, der das Land in die Unabhängigkeit geführt hatte, sah sie sich gezwungen, ihre Stimme gegen die Machenschaften der Diktatoren zu erheben. Am 26. August 1988 hielt sie ihre zweite öffentliche Rede am Fuße der Shwedagon Pagode. Es kamen Hunderttausend Menschen, die hören wollten, was sie zu sagen hatte. In ihrer Rede legte sie deutlich klar: „I could not as my father’s daughter remain indifferent to all that was going on. This national crisis could in fact be called the second struggle for national independence.“ Ihr Worte wurden von den Anwesenden mit Jubel quittiert und in den kommenden Monaten entwickelte sich Aung San Suu Kyi zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten im neuen Kampf für eine demokratische Veränderung in Burma. Ihr Charisma und ihre Kraft gaben vielen Burmesen neuen Mut.
Sie vertritt die Ideale Mahatma Gandhis und Nelson Mandelas und propagiert den gewaltlosen Widerstand des zivilen Ungehorsams. Zusammen mit anderen demokratischen Oppositionellen gründete Aung San Suu Kyi im September 1988 die National League for Democracy (NLD), deren Generalsekretärin sie wurde. In den folgenden Monaten reiste sie durch das ganze Land, und Tausende strömten herbei, um sie reden zu hören. Am 20. Juli 1989 wurde sie dann zum ersten Mal von der Junta unter Hausarrest gestellt. Der Zuspruch, den sie und die NLD aus der Bevölkerung bekamen, stellte eine Gefahr für die Militärs dar, und auch heute noch werden Aung San Suu Kyi und ihre Partei trotz der gewonnen Wahlen als „Oppositionelle“ bezeichnet und zum Teil heftig diffamiert und bedroht.
Für ihren Widerstand und ihren starken Willen, mit dem sie sich entgegen aller äußeren Umstände für das burmesische Volk einsetzt, wurde sie 1990 mit dem Sakharov Preis für Gedankenfreiheit, 1991 mit dem Friedensnobelpreis sowie unzähligen weiteren Auszeichnungen geehrt.
Bis zum heutigen Tag ist Aung San Suu Kyi durch ihren von der Junta auferlegten Hausarrest von der Außenwelt abgeschnitten und lebt in Rangoon allein in ihrem Haus in der University Avenue 54 am Inya See. Ihr Haus wird von Soldaten schwer bewacht, bis auf vereinzelte Besuche ihres Arztes wird niemand zu ihr vorgelassen. Ihr Telefonnetz ist unterbrochen, sie darf ihr Haus nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Als ihr Mann an Krebs erkrankte, wurde ihm das Einreisevisum verweigert, so daß sie ihren Mann vor seinem Tod 1999 nicht mehr sehen konnte.
Einige Male wurde ihr Hausarrest für kurze Zeit bereits aufgehoben. Auf einem ihrer letzten Freigänge in 2003 fiel sie beinahe einem Anschlag zum Opfer. Die Attentäter waren Banditen, die vom Geheimdienst angeheuert waren.
Aung Sann Suu Kyi befindet sich mittlerweile insgesamt 13 Jahre unter Hausarrest und ein Ende ihrer Isolation ist bislang trotz Druckes der internationalen Gemeinschaft nicht absehbar. Während der Mönchsproteste 2007 war sie nach langer Zeit zum ersten Mal wieder kurz in der Öffentlichkeit zu sehen, als Demonstranten vor ihr Haus zogen. Am 14.05. 2009 wurde Aung San Suu Kyi zum wiederholten Male ins Insein Gefängnis gebracht. Ihr drohen mehrere Jahre Haft, da ein Amerikaner sie heimlich besucht und damit gegen burmesisches Recht verstoßen haben soll.

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