Pressemitteilung 25.09.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir – ein Zusammenschluss deutscher Burma Unterstützungs-Gruppen – schreiben Ihnen aufgrund der momentanen Proteste in Burma, die mutig von buddhistischen Mönchen angeführt und von Tausenden Bürgern unterstützt werden.
Wir begrüßen die umfangreiche Darstellung in den deutschen Medien und danken für die schnelle Reaktion auf die Ereignisse. Wir begrüßen das Statement des Auswärtigen Amtes zur Unterstützung der friedlichen Proteste und einer erneuten Forderung zur Freilassung der weltweit einzig inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. (SZ – 25.09.07)
Seit nunmehr einem Monat gehen friedliche Mönche im ganzen Land auf die Straßen und fordern Freiheit, Demokratie sowie ein Ende der brutalen Militärjunta. Tausende von Passanten unterstützen diese Massenproteste, die Burma seit 1988 nicht mehr gesehen hat. Burma steht am Rande einer Revolution oder ist nur einen Herzschlag entfernt von einer blutigen Tragödie. Stets schlugen die Diktatoren solche Proteste blutig nieder und viele Tausend Aktivisten fristeten ein trostloses Leben in den Gefängnissen. Auch momentan sind mehr als 1.000 politische Oppositionelle und Mönche inhaftiert. Seit 1962 muss das burmesische Volk mit all seinen indigenen Minderheiten unter den Folgen dieses grausamen Terrorregimes leiden und lange war keine Veränderung in Sicht. Dies hat sich nun durch die derzeitige Entwicklung drastisch geändert.
Aufgrund der momentanen Situation ist eine umfangreiche Berichterstattung über Burma wichtig. Wir würden daher eine tiefgehende und kontinuierliche Darstellung begrüßen und stehen Ihnen hiermit gerne für weitergehende Informationen zur Verfügung.
Wir wünschen uns die Aufrechterhaltung des politischen Druckes auf die Militärs in Burma durch die Bundesregierung zusammen mit der EU und den Vereinten Nationen und ihn gegebenenfalls drastisch erhöhen, sollten sich die Ereignisse in Burma tragisch verändern.
Die internationale Gemeinschaft muss sich solidarisch mit den Protesten in Burma zeigen, damit eine endgültige Transformation zu einem demokratischen System verwirklicht werden kann.
Wir als Burma Unterstützungs-Gruppen fordern die Freiheit aller politischen Gefangenen, Aung San Suu Kyi, sowie aller seit letztem Monat inhaftierten politischen Aktivisten. Wir fordern eine Anerkennung der Wahlen von 1990 und eine internationale Solidarität mit den demokratischen Forderungen der Menschen Burmas. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, alle möglichen Wege zu nutzen, damit die aktuellen Proteste in Burma zu einer Befreiung von den Militärdiktatoren und zu einer endgültigen Demokratisierung des Landes führen können.
Weiterhin fordern wir die Einstellung der wirtschaftlichen Beziehungen deutscher Firmen in Burma, die das Regimes unterstützen.
BURMA AKTION
Burma Büro