Nichts weniger akzeptieren, als die Freilassung aller Politischen Gefangenen in Burma: Über 650.000 Menschen weltweit fordern Taten von Ban Ki-Moon
Hier ist eine aktuelle Pressemitteilung der Kampagne Free Burma’s Political Prisoners Now! vom 26.05.2009:
Eine globale Kampagne für die Freilassung aller in Burma politisch Inhaftierten konnte laut der Organisatoren in nur zehn Wochen über 650.000 Unterschriften sammeln. Die Unterschriften kamen aus über 220 Ländern: „ Dies ist die größte global koordinierte Aktion für Burma, die die Welt je gesehen hat“, meint Dr. Naing Aung, Generalsekretär des Forum for Democracy in Burma.
Die Petition ruft UN Generalsekretär Ban Ki-Moon dazu auf, die Freilassung aller politischen Gefangenen in Burma zu seiner persönlichen Priorität zu machen, um einen ersten wichtigen Schritt der Demokratisierung dieses Landes sicherzustellen. Der Aufruf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Ban Ki-Moon über einen Besuch des Landes mit der Militärregierung verhandelt und an dem er „tief beunruhigt“ ist über die Verhaftung von Daw Aung San Suu Kyi.
Der unter Ausschluß der Öffentlichkeit geführte Prozess gegen die Friedensnobelpreisträgerin und Führerin der National League for Democracy dauert heute nunmehr schon sieben Tage an. International wird die Gerichtsverhandlung weitreichend verurteilt, unter anderem erfolgte sogar erstmalig Kritik von der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Seit Oktober letzten Jahres wurden über 350 von Burmas 2.100 politischen Gefangenen in ähnlichen Prozessen zu harten Strafen von bis zu 104 Jahren verurteilt.
Mitgründer und Joint-Secretary der Assistance Association for Political Prisoners (Burma) Bo Kyi sagte: „Die Welt sieht nun auf Ban Ki-Moon. Er muss tun was immer nötig ist und nichts weniger akzeptieren, als die sofortige und bedingungslose Freilassung von Daw Aung San Suu Kyi sowie aller anderen politischen Gefangenen. Ohne ihre Entlassung kann es keine nationale Versöhnung in Burma geben.“
Die Kampagne wurde von der AAPP und dem Forum for Democracy in Burma initiiert, welche ehemalige politische Gefangene sowie politische Aktivisten für Demokratie vertreten. Ein großes Konsortium von Exil- und Solidaritäts-gruppen hat weltweit an der Sammlung der Unterschriften mitgearbeitet, darunter auch Avaaz, eine riesige Gemeinde von Aktivisten im Internet.
Avaaz Geschäftsführer Ricken Patel sagte dazu: “Aung San Suu Kyi ist Burmas Nelson Mandela. Der UN General-sekretär muss auf ihre Freilassung als Bedingung für jegliche weitere Verhandlung mit der burmesischen Junta bestehen.“
Seitdem die Kampagne am 13. März 2009, Burmas Tag der Menschenrechte, startete, wurde sie alle zehn Sekunden von jemandem unterschrieben.